Der Kampf von Oddset

Deutschland hat im Bereich der Sportwetten noch einiges aufzuholen. Nicht so sehr was die technischen Möglichkeiten betrifft, sondern viel mehr was die gesetzliche Regelung betrifft.Seit Jahren ist nicht klar, wie es mit den Sportwetten in Deutschland weiter gehen wird und es sieht auch nicht danach aus, als würde sich in der nahen Zukunft etwas daran ändern.

Gestern kam es dann zu einem echten Paukenschlag, was den Sportwetten Anbieter Markt betrifft. Denn Oddset, der staatliche Anbieter für Sportwetten, wird sich aus dem Geschäft zurück ziehen. Die genaue Sachlage lesen Sie hier.

Das Land Sachsen Anhalt hat genug gesehen

Wie in anderen Bundesländern boomt auch in Sachsen Anhalt der Markt für Sportwetten. Das Problem in Sachsen Anhalt ist aber, dass der Staat es mit seinem Angebot nicht schafft, einen Fuß auf den Boden zubekommen. Viel mehr versucht Oddset auch ein Stück vom Kuchen abzubekommen, zumindest bis gestern.

Gestern hat nämlich die Lotto-Toto Gesellschaft von Sachsen-Anhalt den Vertrag mit der Oddset Deutschland Sportwetten GmbH gekündigt, die Sprecherin Astrid Wessler begründete den Schritt mit dem möglichen hohen finanziellen Schaden, der Sachsen-Anhalt hätte erreichen können.

Das Problem klag offenbar in der Vergabe der Konzessionen. Seit 2012 sollten diese eigentlich an die Käufer vergeben werden, doch diese Vergabe wurde aus juristischen Gründen blockiert. Als Resultat mussten sich Verwaltungsgerichte ab 2012 mit dem Thema beschäftigen. Da eine Firma wie die ODS aber auch laufende Kosten zu zahlen hatte, sah man sich jetzt gezwungen einen Schlussstrich unter die Angelegenheit zu ziehen.

Denn anscheinend hat man bei der ODS nicht das Gefühl, das sich kurzfristig etwas in der Sache tun wird. Viel mehr ging man davon aus, dass sich erst in zwei oder vielleicht sogar drei Jahren etwas in der Angelegenheit tun wird. Zu lange für die Entscheidungsträger der ODS.

Bis zur Entscheidung werden noch Jahre vergehen

Wer jetzt allerdings gedacht hat, dass sich das Thema für das Land Sachsen-Anhalt erledigt hat, der irrt. Denn das Land will weiterhin ein Stück vom Kuchen, wobei vor allem das Online Geschäft den Verantwortlichen aus dem neuen Bundesland ein Dorn im Auge ist. Denn das soll laut den Verantwortlichen immer stärker wachsen und da wo Geld ist, dauert es meist nicht lange, bis auch andere Personen da sind, um ebenfalls zu verdienen.

Es bleibt also spannend, in dem Lizenzstreit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und die Verantwortlichen wollen Bewegung in der Sache sehen, nur leider mahlen die Mühlen der Justiz bekanntlich etwas langsamer.